Was bietet ein Frauenfitnessstudio anders?
Mrs.Sporty ist ein Zirkeltraining nur für Frauen mit persönlichem Coach. Die Kette nennt zwei bis drei Einheiten von 30 Minuten pro Woche. Ein Zirkel ist eine Runde aus mehreren Stationen, die Sie nacheinander durchlaufen.
Neben dem reinen Frauenstudio gibt es zwei weitere Formen.
- Reines Frauenstudio: Alle Mitglieder sind Frauen, Männer haben keinen Zutritt.
- Frauenbereich in einem gemischten Studio: ein eigener Bereich, die restliche Anlage bleibt gemischt. FitX hat in jedem Studio ein solches Lady Gym mit Gewichten und Bänken.
- Frauenzeiten: Die ganze Anlage steht zu bestimmten Stunden nur Frauen offen.
Warum darf ein Frauenfitnessstudio Männer ablehnen?
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet, Menschen wegen ihres Geschlechts schlechter zu behandeln, wenn Verträge mit vielen Kundinnen und Kunden zu gleichen Bedingungen geschlossen werden. Ein Studiovertrag fällt in der Regel darunter.
Das Gesetz erlaubt aber eine ungleiche Behandlung, wenn es dafür einen nachvollziehbaren Grund gibt. Als Beispiel nennt es den Schutz der Intimsphäre oder der persönlichen Sicherheit. Auf diesen Grund stützen sich Frauenstudios in der Regel.
Die Begründung zum Selbstbestimmungsgesetz nennt ein Beispiel aus dem Alltag. Saunabetreiber dürfen als Inhaber des Hausrechts einzelnen Personen den Zutritt verwehren, wenn das natürliche Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre oder die Sorge vor Belästigung dafür spricht. Das Hausrecht ist das Recht, über den Zutritt zu bestimmen.
Was gilt für Transfrauen im Frauenfitnessstudio?
Ob ein Frauenfitnessstudio eine Transfrau ablehnen darf, ist rechtlich offen. Seit dem 1. November 2024 gilt das Selbstbestimmungsgesetz, das die Änderung des Geschlechtseintrags erleichtert. Das Gleichbehandlungsgesetz hat es nicht geändert. Es stellt ausdrücklich fest, dass beim Zugang zu Einrichtungen und Räumen die Vertragsfreiheit und das Hausrecht des Eigentümers oder Besitzers unberührt bleiben.
Nach der Gesetzesbegründung kommt es beim Zugang zu Toiletten und Umkleiden in der Praxis nicht auf den Eintrag an, weil er nicht kontrolliert wird. Niemand kann allein mit dem Eintrag eine bestimmte Behandlung verlangen. Eine Zutrittsverweigerung darf aber nicht pauschal auf die Geschlechtsidentität gestützt werden.
Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages schrieben im Oktober 2025, in Deutschland lägen offenbar noch keine Gerichtsentscheidungen dazu vor, welcher Grund den Zutritt für Transpersonen rechtfertigt. 2024 wurde über einen Fall berichtet, in dem ein Frauenfitnessstudio eine Transfrau ablehnte. Ein Gericht hat darüber nicht entschieden.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes schreibt, ein pauschaler Ausschluss von trans, inter und nichtbinären Personen allein wegen ihrer körperlichen Merkmale könne diskriminierend und unverhältnismäßig sein. Im Einzelfall könnten das nur Gerichte klären. Eine verlässliche Antwort gibt es derzeit also nicht.
Welche Rechte hat, wer abgelehnt wurde?
Wer wegen des Geschlechts benachteiligt wird, kann verlangen, dass die Benachteiligung aufhört, und bei drohender Wiederholung auf Unterlassung klagen. Dazu kommen Schadensersatz und eine angemessene Entschädigung in Geld. Der Schadensersatz entfällt, wenn das Studio die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat.
Entscheidend ist die Frist. Sie müssen Ihren Anspruch innerhalb von zwei Monaten geltend machen. Wer die Frist ohne eigenes Verschulden versäumt, kann sie überschreiten. Wann die zwei Monate beginnen, nennt das Gesetz nicht. Handeln Sie deshalb schnell.
Für einen konkreten Anspruch lassen Sie sich beraten, etwa von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes oder von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt.
Was kostet ein Frauenfitnessstudio im Monat?
Im Mrs.Sporty Club Korschenbroich kostet der Tarif Active mit vier Trainings im Monat 40 Euro, Unlimited 65 Euro und All In 85 Euro, jeweils bei zwölf Monaten Laufzeit. Bei monatlicher Kündigung sind es 55, 80 und 100 Euro. Der Branchenverband DSSV weist für Spezialstudios, zu denen Zirkeltraining zählt, einen Durchschnitt von 80,02 Euro aus. Die über 250 Mrs.Sporty-Clubs legen ihre Preise selbst fest, die Werte sind also ein Beispiel und kein Kettenpreis.
| Tarif | Leistung | 12 Monate Laufzeit | Monatlich kündbar |
|---|---|---|---|
| Active | 4 Trainings im Monat, Coach, Online-Plattform | 40 Euro im Monat | 55 Euro im Monat |
| Unlimited | unbegrenztes Training im Club, Coach, Online-Plattform | 65 Euro im Monat | 80 Euro im Monat |
| All In | zusätzlich Ernährungs- und Coaching-Programm, Gesundheitscheck alle 3 Monate | 85 Euro im Monat | 100 Euro im Monat |
Beckenbodentraining wird getrennt berechnet: 39 Euro je Einheit bei zehn Einheiten, 28,50 Euro je Einheit bei vierzig. Für Neukundinnen bewarb der Club sechs Wochen für einmalig 79 Euro bis zum 31. Oktober 2026. Die Aktion setzt den Abschluss einer Mitgliedschaft voraus, und Sie können in den ersten vier Wochen per E-Mail oder Brief kündigen.
Wie prüfen Sie ein Frauenfitnessstudio vor dem Vertrag?
Bei einem Zirkelstudio prüfen Sie zusätzlich den Ablauf und die Betreuung.
- Vereinbaren Sie einen Probetermin zu Ihrer Wunschzeit und machen Sie den Zirkel einmal komplett mit.
- Fragen Sie, wie viele Frauen gleichzeitig im Zirkel sind und wie viele Betreuerinnen dabei stehen.
- Klären Sie, ob die Trainings an feste Termine gebunden sind und was passiert, wenn Sie einen Termin absagen.
- Fragen Sie nach der Ausbildung der Betreuerinnen und lassen Sie sich einen Nachweis zeigen.
- Rechnen Sie den Gesamtpreis der ersten festen Laufzeit aus, Zusatzprogramme getrennt, und notieren Sie die Kündigungsfrist der Einstiegsaktion.
- Lesen Sie die Hausordnung: Wer hat Zutritt, gilt das auch für männliche Trainer, Handwerker und Begleitpersonen, und was steht zum Umgang mit Fotos im Studio?
Ist es Ihnen wichtig, dass im Trainingsraum nur Frauen sind?
Reicht Ihnen ein Zirkel mit festem Ablauf?
Ein reines Frauenstudio passt. Rechnen Sie mit 40 bis 85 Euro im Monat je nach Tarif und prüfen Sie, ob Zusatzprogramme extra kosten.
Suchen Sie ein gemischtes Studio mit Frauenbereich, etwa das Lady Gym bei FitX. Sie bekommen den geschützten Raum und den ganzen Gerätepark.
Suchen Sie vor allem enge Betreuung und feste Termine?
Dann entscheidet das Betreuungsverhältnis und nicht das Geschlecht der Mitglieder. Vergleichen Sie Mikrostudios und Boutique-Studios.
Ein gemischtes Studio ist oft günstiger, FitX kostet zum Beispiel 29 Euro im Monat. Prüfen Sie es mit der allgemeinen Prüfliste vor dem Vertrag.
Worauf Sie bei jedem Studio achten, steht in der Prüfliste zum Fitnessstudio auswählen. Preise gemischter Studios und Boutique-Studios zeigt der Vergleich Discounter oder Premium.
Rechnet sich ein Frauenfitnessstudio für Sie?
Der Preis je Einheit entscheidet. Der Tarif Active mit vier Trainings im Monat kostet 40 Euro, das sind 10 Euro je Einheit. Wer achtmal im Monat kommt, fährt mit Unlimited für 65 Euro besser, das sind gut 8 Euro je Einheit. Wer nur zweimal im Monat kommt, zahlt im Tarif Active 20 Euro je Einheit.
Brauchen Sie feste Termine, damit Sie hingehen? Der Zirkel arbeitet mit Verabredungen, ein Discounter mit Ihrer Selbstdisziplin. Auch der Weg zählt: Ein Studio zwei Straßen weiter besuchen Sie leichter regelmäßig als eines am anderen Ende der Stadt.
Häufige Fragen
Darf ein Frauenfitnessstudio Männer als Mitglieder ablehnen?
Ja, in der Regel darf ein Frauenfitnessstudio Männer ablehnen. Das Gleichbehandlungsgesetz verbietet zwar eine Benachteiligung wegen des Geschlechts bei Verträgen mit vielen Kundinnen und Kunden. Das Gesetz erlaubt sie aber bei einem nachvollziehbaren Grund wie dem Schutz der Intimsphäre oder der persönlichen Sicherheit. Im Streitfall prüft ein Gericht den Einzelfall.
Was kostet ein Frauenfitnessstudio im Monat?
Im Mrs.Sporty Club Korschenbroich kostete der Tarif Active mit vier Trainings im Monat 40 Euro, Unlimited 65 Euro und All In 85 Euro, jeweils bei zwölf Monaten Laufzeit. Bei monatlicher Kündigung waren es 55, 80 und 100 Euro. Die über 250 Clubs legen ihre Preise selbst fest. Spezialstudios lagen Ende 2025 im Schnitt bei 80,02 Euro.
Hat das Selbstbestimmungsgesetz die Rechtslage für Frauenstudios geändert?
Nein, das Selbstbestimmungsgesetz von November 2024 hat das Gleichbehandlungsgesetz nicht geändert. Das Selbstbestimmungsgesetz stellt ausdrücklich fest, dass beim Zugang zu Einrichtungen und Räumen die Vertragsfreiheit und das Hausrecht bleiben. Nach der Gesetzesbegründung darf ein Studio den Zutritt aber nicht pauschal mit der Geschlechtsidentität verweigern.
Gibt es Gerichtsurteile zum Zugang von Transfrauen zu Frauenfitnessstudios?
Zum Zugang von Transfrauen zu Frauenfitnessstudios liegen in Deutschland offenbar keine Gerichtsentscheidungen vor, so die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages im Oktober 2025. 2024 wurde über den Fall eines Frauenfitnessstudios berichtet, das eine Transfrau ablehnte. Ein Gericht hat darüber nicht entschieden.
Welche Frist gilt, wenn ein Studio mich wegen meines Geschlechts ablehnt?
Wenn ein Studio Sie wegen des Geschlechts ablehnt, gilt für Ihren Anspruch eine Frist von zwei Monaten. Innerhalb dieser Zeit müssen Sie verlangen, dass die Benachteiligung aufhört, oder Schadensersatz und Entschädigung fordern. Wann die Frist beginnt, nennt das Gesetz nicht, handeln Sie deshalb schnell. Beratung bietet unter anderem die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Ist ein Frauenbereich im gemischten Fitnessstudio dasselbe wie ein Frauenstudio?
Nein, ein Frauenbereich ist ein abgetrennter Raum in einem gemischten Studio, etwa das Lady Gym bei FitX mit Gewichten und Bänken. Ein Frauenstudio schließt Männer ganz aus und arbeitet, wie Mrs.Sporty, mit einem Zirkel und einem persönlichen Coach. Eine dritte Variante sind Frauenzeiten, zu denen die ganze Anlage nur Frauen offensteht.
